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Le Bonnet · Amsterdam · 2015
Le Bonnet begann mit einer einfachen Frustration. Matthieu Jansen wollte eine Beanie, die er nie finden konnte — und wenn er doch eine fand, ließ er sie irgendwo in einer Bar liegen. Also kontaktierte er die schottische Manufaktur, die seine liebste gefertigt hatte, bestellte zwanzig Muster und begann genau dort.
Kurz darauf stieg sein ehemaliger Mitbewohner Vasco de Vries ein. Rational dort, wo Matthieu intuitiv ist, hatten die beiden bereits eine gemeinsame Wohnung überlebt. Da konnte eine Firma kaum schwieriger sein. „Wir hatten ehrlich gesagt keine Ahnung, was es heißt, ein Unternehmen aufzubauen“, sagt Vasco. „Wir haben alles durch Versuch und Irrtum gelernt.“
Ihr erstes Büro in der Raadhuisstraat hatte vermutlich die kleinste Bar Amsterdams — Hocker inklusive, fest eingebaut. Freunde kamen vorbei. Aus Abenden wurden lange Gespräche. Irgendwie wurde genau das zum Herz der Marke.
Jedes Stück entsteht in einer einzigen Manufaktur in Schottland, die seit 180 Jahren in Betrieb ist. Die Wolle wird in England gesponnen, in einer Spinnerei mit 250 Jahren Geschichte. Jede Beanie geht durch 14 Paar Hände, bevor sie die Fabrik verlässt.
Nichts Synthetisches. Keine Abkürzungen. Der Prozess hat sich nicht verändert, weil es keinen besseren gibt.

Was mit einem einzigen Modell begann, ist zu acht Formen und einer Farbpalette geworden, die von kaum wahrnehmbaren Neutralen bis zu Tönen reicht, die einen auf der Straße innehalten lassen. „Das Modell ist zeitlos“, sagt Matthieu, „aber die Farben geben ihm Leben. Man kann dieselbe Beanie jahrelang tragen oder sich eine kleine Sammlung aufbauen. Genau das macht Spaß.“
Manche besitzen eine. Manche viele. Die Königin von Dänemark schrieb einmal, weil sie nach dem Verlust ihres liebsten blauen Modells Ersatz suchte.